Alma Vii / Almen / Szászalmád

Ort
Almen liegt in einem Seitental des Kaltbachtals nahe der Straße Mediasch – Agnetheln. Um den Burgberg entwickelt sich der sächsische Ortsteil, der rumänische liegt östlich davon. Erstmals wird der Ort 1289 erwähnt, als der Pfarrer von Almen unter den Pfarrern des Mediascher Kapitels erwähnt wurde. Verwaltungsmäßig war der Ort eine freie Gemeinde im Mediascher Stuhl, heute eine Ortsteil der Gemeinde Meschen im Landkreis Hermannstadt. Die Volkszählung von 1930 verzeichnete 670 Einwohner, 451 Deutsche, 159 Rumänen und 7 Roma. Im Dorf leben heute rund 350 Einwohner.

Kirchenburg
Auf einem Bergrücken steht die vergleichsweise kleine, aber gut erhaltene Kirchenburg. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche befestigt. Sie erhielt über dem Chor ein Wehrgeschoss mit Wehrgang, schmalen Schießscharten und Gusslöchern. Ein fünfgeschossiger Torturm (Speckturm) und drei Wehrtürme verstärken die ovale Umfassungsmauer.

Evangelische Kirche
Anfang des 14. Jahrhunderts errichte die Dorfgemeinschaft eine turmlose Saalkirche mit eingezogenem Chor. Der Chor trug ursprünglich ein Kreuzgratgewölbe, das Langhaus ein Sternnetzgewölbe. 1804 wurde das ursprüngliche Gewölbe im Saal durch ein barockes Tonnengewölbe auf Gurtbögen und im Chor durch eine Flachdecke ersetzt.

Innenansicht der evangelischen Kirche
Die Ausstattung datiert von der Mitte des 19. Jahrhunderts: Altar 1852, die West- und Nordempore um die Wende zum 20. Jahrhhurdert.

 

Zur Zeit ist unsere Kirche aus Almen, an die Stiftung Mihai Eminescu Trust , für 49 Jahre, durch einem Erbpachtvertrag vergeben. Die Stiftung kümmert sich um die Instandhaltung der Kirche und promoviert sie intensiv in der Tourismusbranche.

 

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Text: M. Rill
Fotos: G. Gerster, M. Rill, A. Kloos