Abtsdorf / Ţapu / Csicsóholdvilág

Dorf und Kirchenburg
Der sächsische Ortsteil reiht sich entlang der Straße nach Schorsten. In der neueren Zeit entstehen die Ortsteile der Rumänen und Roma hinter dem Burgberg. Dem Namen und den ersten Urkunden nach war Abtsdorf Eigentum der Egrescher Abtei im Banat. Erstmals wird ein Priester 1309 erwähnt. Zwischen 1319 und 1500 war das Dorf Grundherrschaft der Zisterzienserabtei Egresch. Zusammen mit Donnersmarkt, Scholten und Schorsten bildete Abtsdorf eine verwaltungsmäßige Einheit, die sich lose an den sächsischen Rechtsverband der Sieben Stühle ...

Weiterlesen →

Alma Vii / Almen / Szászalmád

Ort
Almen liegt in einem Seitental des Kaltbachtals nahe der Straße Mediasch – Agnetheln. Um den Burgberg entwickelt sich der sächsische Ortsteil, der rumänische liegt östlich davon. Erstmals wird der Ort 1289 erwähnt, als der Pfarrer von Almen unter den Pfarrern des Mediascher Kapitels erwähnt wurde. Verwaltungsmäßig war der Ort eine freie Gemeinde im Mediascher Stuhl, heute eine Ortsteil der Gemeinde Meschen im Landkreis Hermannstadt. Die Volkszählung von 1930 verzeichnete 670 Einwohner, 451 Deutsche, 159 Rumänen und 7 Roma. Im ...

Weiterlesen →

Arbegen / Agârbiciu / Szászegerbegy

Dorf und Kirchenburg
Arbegen liegt an der Mündung des Schaaler Bachs in die Weiß. Zwei Gassen führen in nördlicher Richtung entlang des Weißbaches, zwei andere nach Südosten, entlang des Schaaler Bachs. Die Kirchenburg erhebt sich auf einer Anhöhe im Osten des Weichbildes. Arbegen wurde erst im 13. Jahrhundert durch deutsche Kolonisten gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1357, als freie Gemeinde im Schelker Stuhl. Arbegen ist heute eine Ortslage zu Frauendorf im Landkreis Sibiu. Das erste Steuerverzeichnis von 1516 zählt ...

Weiterlesen →

Baassen / Bazna / Felsőbajom

Dorf und Kirchenburg
In einem südlichen Seitental der Kleinen Kokel entfalten sich zwei Straßenzüge entlang des Blauwaschgrabens. Während der Regierungszeit des ungarischen Königs Stephan V. (1270-1272) befand sich der Ort im Besitz des Sohnes des Grafen Bozouch. Baaßen war demnach eine untertänige Gemeinde im Kokelburger Komitat. Wie seit der ersten urkundlicher Nennung im Jahr 1302 bekannt, gibt dieser den Ort weiter an das Weissenburger Kapitel. Der vormals adlige Grundbesitz erlangte seine Freiheit erst 1359. Seit diesem Datum befindet sich Baaßen ...

Weiterlesen →

BELL / BUIA / Bólya

Dorf und evangelische Kirche
Die Ortschaft liegt an der Mündung eines linken Seitenbachs in den Kaltbachs. Die Besiedlung dieser Region durch deutsche Kolonisten erfolgte erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Bewohner der neuen Siedlungen waren in der Mehrzahl Leibeigene, die Dörfer waren schon vor der Besiedlung an Grundherrn verliehen worden. Das Kaltbachtal führt von Osten nach Westen und trennt den Großkokler Höhenzug vom Harbach-Hochland. Die Landwirtschaft prägte die Region seit jeher. Neben Ackerbau und Viehzucht spielte der ...

Weiterlesen →

Birthälm / Biertan / Berethalom

1395 fielen die Osmanen erstmals in Siebenbürgen ein. In der Folge entstanden die Wehrkirchen und Kirchenburgen als Gemeinschaftsbauten der Dorfbewohner. Zum Schutz vor der permanenten Bedrohung wurden um die Sakralbauten Mauern mit Wehrgängen, Schiess- und Gussscharten sowie Wehrtürme gelegt. Sie dienten der Selbstverteidigung der Dorfgemeinschaft und wuchsen im Lauf der Zeit mit dem Dorf zu einer baulichen Einheit. Nach dem 18. Jahrhundert verloren die Kirchenburgen ihre Funktion als Zufluchtsort.

Straßendorf
Der Marktort liegt in einem Seitental der Großen Kokel. Nach der ...

Weiterlesen →

Bogeschdorf / Băgaciu / Százbogács

An einen südlichen Zufluss der Kleinen Kokel, auf der Terrasse am gleichnamigen Bach, entstand Bogeschdorf. Die Ortsgründung geht auf die letzte Ansiedlungsperiode des 13. Jahrhunderts zurück. Verwaltungsmäßig gehörte die freie Gemeinde zum Mediascher Stuhl, später Großkokler Komitat, heute zum Landkreis Muresch. Kirchlich war die Gemeinde Vorort des Bogeschdorf Kapitels der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinden des Zwischenkokelgebietes. Über Jahrhunderte war Landwirtschaft die Hauptbeschäftigung der Ortsbewohner. Zwei Jahrhunderten nach der Ansiedlung erreichte der Ort im 15. Jahrhundert einen gewissen Wohlstand. Aufschlussreich sind die Errichtung ...

Weiterlesen →

Bonnesdorf / Boian/ Alsóbajom

Dorf und Kirchenburg
Das Straßendorf liegt an einem Hang, der nach Norden zum Bach abfällt. Das Dorf war bis 1447 Besitz der Kokelburg, demnach waren die Bewohner Burghörige im Kokelburger Komitat, danach Grundherrschaft ungarischer Adlige. Um 1488 vergab König Matthias I. Corvinus die Kokelburg samt Bonnesdorf dem Fürsten der Moldau, Stefan der Größe. Im 18. Jahrhundert erscheinen bis 1848 erneut Adlige als Besitzer. Verwaltungsmäßig war es im Mittelalter im Kokelburger Komitat, seit der Gebietsreform von 1968 Ortsteil der Gemeinde Baaßen ...

Weiterlesen →

Bussd / Buzd / Szászbuzd

Dorf und evangelische Kirche
Am einem südlichen Zufluss, dem gleichnamigen Bach, der in die Große Kokel mündet, entwickelte sich die ursprünglich deutsche Siedlung ab dem 13. Jahrhundert. Kirchlich gehörte der Ort zum Mediascher Kapitel und ist heute im Mediascher Kirchenbezirk. Verwaltungsmäßig war Bussd eine freie Gemeinde im Mediascher Stuhl und ist heute eine Ortslage zum Gemeindezentrum Pretai im Landkreis Sibiu. Die erste urkundliche Erwähnung ist 1356, als der Einwohner „Hengli“ genannt wird. 1516 lebten im Ort 30 Hauswirte, sechs Witwen, ...

Weiterlesen →

Durles / Dârlos / Darlac

Dorf und evangelische Kirche
Am Kirtscher Bach, der von Norden kommend östlich von Mediasch in die Große Kokel mündet liegt Durles. Der Ort war eine Grundherrschaft im Kokelburger Komitat im Besitz ungarischer Adelsfamilien, die letzten Eigentümer waren die Haller. Kirchlich gehörte das Dorf zum Bogeschdorfer Kapitel, heute ist es eine Diasporagemeinde im Mediascher Kirchenbezirk. Bis ins 19. Jahrhundert umgab den Sakralbau eine Wehrmauer, der heute freie Platz vor der Kirche wird „auf der Burch“ genannt. Sie wurden erst in der ...

Weiterlesen →
Seite 1 von 5 12345