Eibesdorf / Ighişul Nou / Szászivánfalva

Dorf und Kirchenburg
In einem südlichen Seitental der Großen Kokel liegt Eibesdorf. Der Ort war im frühen Mittelalter eine Grundherrschaft der Familie Apafi. Bis ins 15. Jahrhundert spielten die Gräfen eine führende Rolle in der Dorfgemeinschaft. Erst 1459 erlangt die Gemeinde ihren Anschluss an den Mediascher freien Verwaltungsbezirk. Die erste Statistik von 1516 erwähnt im Dorf 61 Hauswirte, sechs Witwen, vier Hirten, ein Müller und ein Schulmeister. Jahrhunderte lebten die Einwohner vom Acker-, Wein- und Viehzucht. Erst nach dem Zweiten ...

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Elisabethstadt / Dumbrăveni / Erszébetváros

Flugaufnahme
Am rechten Ufer der Großen Kokel entwickelte sich die ursprünglich deutsche Siedlung, genannt Eppeschdorf im Schatten von Mediasch und Schäßburg. 1415 kam es in den Besitz der Adelsfamilie Apafi, die ihre Residenz 1552 im Renaissancestil errichtete. Erst nach dem sich seit 1671 aus dem Fürstentum Moldau Armenier niederließen, wurde Elisabethstadt zum bedeutenden regionalen Handelszentrum und zur königlichen Freistadt. Wein- und Wollhandel brachten Wohlstand in die Stadt. Als Kaufleute erhielten die Armenier zahlreiche Privilegien, wurden aber bald von der ungarisch ...

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Engenthal / Mighindoala / Ingodály

Geschichtliches
1394 Erste urkundliche Erwähnung. Die Adligen von Katt wasser und Bell teilen die Besitzung Engenthal („possessionem Engodal“).
1467 Unter den Besitzungen, die König Matthias dem Hofritter Johann Ernst schenkt, ist auch Engenthal im Weißenburger Komitat erwähnt.
Aus den Urkunden geht hervor, daß Engenthal ein Prädium ist, also keine Bewohner hat.
1495 Eine Adlige aus dem Salzburger Gräfenhaus schen Teile von Engenthal dem Weißenburger Kapitel.
1515 Johann Lulay, Königsrichter von Hermannstadt, erhält Besitzanteile in Engenthal.
1529 König Zàpolya schenkt die ...

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Frauendorf / Axente Sever / Asszonyfalva

Flugaufnahme
Auf dem rechten Ufer des Weißbaches entstand der Ort als Grundherrschaft der Familie Apafi. Erst 1516 ist Frauendorf eine freie Gemeinde im Mediascher Verwaltungsbezirk. 1532 steigt die Anzahl der Hauswirte auf 84. Mehrere Gemarkungsstreite gab es mit den Nachbaraorten Kleinkopisch und Arbegen. Während des 18. Jahrhundert erfährt die Gemeinde einen Niedergang. Erst als durch eine Initiative von Carl Wolff die ersten Raiffeisenvereine in Arbegen, Frauendorf und Großscheuern gegründet werden, beginnt in Frauendorf ein wirtschaftlicher Aufschwung. In der Folgezeit werden ...

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Großkopisch / Copşa Mare / Nagykapus

Ort und Kirchenburg
Großkopisch liegt in einem südlichen Seitental der Großen Kokel, östlich von Birthälm. Zwei parallele Gassen entfalten sich entlang des Baches, die durch zwei Quergässchen verbunden sind. Die Ortschaft wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhundert gegründet, 1283 erfolgt die erste urkundlicher Erwähnung als Pfarrer Theodricus eine Urkunde des Petrus, Bischof von Siebenbürgen bezeugt. Über mehrere Jahrzehnte erstreckt sich ein Gemarkungsstreit mit den Adligen der Nachbargemeinde Malmkrog, den König Ludwig der Große 1366 beilegt. 1455 erwirkt ...

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Großprobstdorf / Tarnava / Nagyekemező

Ortsname
Folgende Ortsnamenbezeichnungen lassen sich urkundlich festhalten:
1359 „Ekemezeo“;
1494 „Proszdorff“ und „Groszprostdorff“;
1656 „gross Probstdorf“.
Die ungarische Benennung steht mit der sächsischen Benennung in keinem Zusammenhang. Die deutsche Bezeichnung erklärt sich durch das Untertanenverhältnis des Ortes zur Hermanstädter Probstei.

Geschichtliches

1359 wird die Gemeinde das erste mal urkundlich erwähnt.
1494, wird der Ort bei der Steuerzahlung unter die „Pertinenzien“ der Sieben Stühle gezählt.
1912, gleichzeitig mit der Brücke von Kleinprobstdorf auch die Kokelbrücke durch ein Hochwasser weggerissen. [/tab]
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Hetzeldorf / Aţel / Ecel

Dorf und Kirchenburg
In einem südlichen Seitental der Großen Kokel liegt Hetzeldorf, das der Überlieferung nach Hezelo aus Merkstein bei Aachen um 1148 gründete. Die Ortschaft am Hetzeldorfer Bach hat je eine bachbegleitende Straße, auf der Westseite erhebt sich die Kirchenburg. Von 1315 bis 1557 herrschte in Hetzeldorf das mächtige Gräfengeschlecht der Thobiassy. Der bedeutendste Graf war Ladislaus, der zeitweise in der Kanzlei des ungarischen Königs Mathias Corvinus diente. Dank Ladislaus‘ Stellung am Hofe des Königs erhielt Hetzeldorf das Marktrecht ...

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Kirtsch / Curciu / Küküllőkörös

Dorf und Kirchenburg
Die Gemeinde liegt am Kirtscher Bach, einem nördlichen Zufluss der Großen Kokel, eingebettet in den bewaldeten Kokelburger Höhenzug. Die Ansiedlung der Sachsen fand möglicherweise auf Komitatsboden Anfang des 13. Jahrhunderts statt. Verwaltungsmäßig ist Kirtsch seit 1359 dem Mediascher Stuhl zugeordnet, später im Kokelburger Komitat, mit der Verwaltungsreform 1968 zum heute im Landkreis Hermannstadt. Kirchlich gehörte das Dorf ursprünglich zum Bogeschdorfer Kapitel und ist heute eine Diasporagemeinde im Mediascher Kirchenbezirk. Das Weichbild der Ortschaft erstreckt sich von Norden ...

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Kleinblasendorf / Blajel / Balázstelke

Flugaufnahme der Ortschaft
An einem nördlichen Ausläufer des Kokelburger Hochlandes, an der Landstraße, die Mediasch mit Sankt Martin (Târnăveni) verbindet, liegt Kleinblasendorf. Die erste urkundliche Erwähnung verdankt Kleinblasendorf einer Besitzübertragung von 1373 des hier wohnenden Antonius, Sohn des Stephan, an seine Tochter Elena. Mehrere Adlige wehren sich 1390 gegen den siebenbürgischen Woiwoden Ladislaus Loschontz, der ihre Güter einschränkt. König Sigismund von Luxemburg betrachtet die Hälfte des Dorfes als königlichen Besitz und verleiht diese an Magister Nikolaus Török und Johann von ...

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Kleinprobstdorf / Târnăvioara / Kisekmező

Dorf und Kirchenburg
Angeschmiegt an den Kokler Höhenzug mit der Burgkuppe im Hintergrund, in leichter Hanglage zur Großen Kokel hin liegt Kleinprobstdorf. Das Dorf war im Mittelalter eine Grundherrschaft der Hermannstädter Propstei des hl. Ladislaus und nach Auflösung dieser eine Besitzung der Stadt Hermannstadt. 1503 siedeln die ersten Rumänen auf der Flur Kesselgrund. Die Kirchengemeinde geht in den Jahren 1543-1550 zur Reformation über. König Ferdinand weist in einem Erlass 1552 ausdrücklich hin, dass die Güter Eigentum der Hermannstädter Stadtpfarrkirche sind ...

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