Petersdorf / Petis / Kispéterfalva

Dorf und Kirchenburg
An einem östlichen Zufluss des Weißbachs, an den waldreichen Ausläufern des Harbach-Hochlandes, liegt Petersdorf. Die Gemeinde scheint eine Gründung sächsischer Gräfen, ein niederer Adel der mit den Siedlern auswanderte. Scheinbar lebten die sächsischen Siedler im benachbarten Rependorf, etwas westlich von Petersdorf. Der Sage nach wurde Rependorf von den Bewohnern des benachbarten Kaltwasser niedergebrannt und so wurde die Tochtersiedlung neu begründet. Die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft erfolgte 1336. In dem Dokument ist Gräf Nikolaus von Talmesch als ...

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Langenthal / Valea Lunga / Hosszúaszó

Am rechten Ufer der Großen Kokel liegt Langenthal im westlichen Zwischenkokelgebiet, an der Nationalstraße zwischen Blaj (Blasendorf) und Copșa Mică (Kleinkopisch), im Landkreis Kreis Sibiu. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1309 zurück, als Arnold von Langenthal Ortspfarrer war. Langenthal war eine Grundherrschaft der Talmescher Gräfen, später mehrerer siebenbürgischen Adelsfamilien. Nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1848 werden die Bauern frei von der Leibeigenschaft. Zu dem Gemeindezentrum gehören die Dörfer Făget, Glogovăţ, Lodroman, Lunca und Tăuni, Die Häuserzeilen ...

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Kleinblasendorf / Blajel / Balázstelke

Flugaufnahme der Ortschaft
An einem nördlichen Ausläufer des Kokelburger Hochlandes, an der Landstraße, die Mediasch mit Sankt Martin (Târnăveni) verbindet, liegt Kleinblasendorf. Die erste urkundliche Erwähnung verdankt Kleinblasendorf einer Besitzübertragung von 1373 des hier wohnenden Antonius, Sohn des Stephan, an seine Tochter Elena. Mehrere Adlige wehren sich 1390 gegen den siebenbürgischen Woiwoden Ladislaus Loschontz, der ihre Güter einschränkt. König Sigismund von Luxemburg betrachtet die Hälfte des Dorfes als königlichen Besitz und verleiht diese an Magister Nikolaus Török und Johann von ...

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BELL / BUIA / Bólya

Dorf und evangelische Kirche
Die Ortschaft liegt an der Mündung eines linken Seitenbachs in den Kaltbachs. Die Besiedlung dieser Region durch deutsche Kolonisten erfolgte erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Bewohner der neuen Siedlungen waren in der Mehrzahl Leibeigene, die Dörfer waren schon vor der Besiedlung an Grundherrn verliehen worden. Das Kaltbachtal führt von Osten nach Westen und trennt den Großkokler Höhenzug vom Harbach-Hochland. Die Landwirtschaft prägte die Region seit jeher. Neben Ackerbau und Viehzucht spielte der ...

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Arbegen / Agârbiciu / Szászegerbegy

Dorf und Kirchenburg
Arbegen liegt an der Mündung des Schaaler Bachs in die Weiß. Zwei Gassen führen in nördlicher Richtung entlang des Weißbaches, zwei andere nach Südosten, entlang des Schaaler Bachs. Die Kirchenburg erhebt sich auf einer Anhöhe im Osten des Weichbildes. Arbegen wurde erst im 13. Jahrhundert durch deutsche Kolonisten gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1357, als freie Gemeinde im Schelker Stuhl. Arbegen ist heute eine Ortslage zu Frauendorf im Landkreis Sibiu. Das erste Steuerverzeichnis von 1516 zählt ...

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Birthälm / Biertan / Berethalom

1395 fielen die Osmanen erstmals in Siebenbürgen ein. In der Folge entstanden die Wehrkirchen und Kirchenburgen als Gemeinschaftsbauten der Dorfbewohner. Zum Schutz vor der permanenten Bedrohung wurden um die Sakralbauten Mauern mit Wehrgängen, Schiess- und Gussscharten sowie Wehrtürme gelegt. Sie dienten der Selbstverteidigung der Dorfgemeinschaft und wuchsen im Lauf der Zeit mit dem Dorf zu einer baulichen Einheit. Nach dem 18. Jahrhundert verloren die Kirchenburgen ihre Funktion als Zufluchtsort.

Straßendorf
Der Marktort liegt in einem Seitental der Großen Kokel. Nach der ...

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Eibesdorf / Ighişul Nou / Szászivánfalva

Dorf und Kirchenburg
In einem südlichen Seitental der Großen Kokel liegt Eibesdorf. Der Ort war im frühen Mittelalter eine Grundherrschaft der Familie Apafi. Bis ins 15. Jahrhundert spielten die Gräfen eine führende Rolle in der Dorfgemeinschaft. Erst 1459 erlangt die Gemeinde ihren Anschluss an den Mediascher freien Verwaltungsbezirk. Die erste Statistik von 1516 erwähnt im Dorf 61 Hauswirte, sechs Witwen, vier Hirten, ein Müller und ein Schulmeister. Jahrhunderte lebten die Einwohner vom Acker-, Wein- und Viehzucht. Erst nach dem Zweiten ...

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Frauendorf / Axente Sever / Asszonyfalva

Flugaufnahme
Auf dem rechten Ufer des Weißbaches entstand der Ort als Grundherrschaft der Familie Apafi. Erst 1516 ist Frauendorf eine freie Gemeinde im Mediascher Verwaltungsbezirk. 1532 steigt die Anzahl der Hauswirte auf 84. Mehrere Gemarkungsstreite gab es mit den Nachbaraorten Kleinkopisch und Arbegen. Während des 18. Jahrhundert erfährt die Gemeinde einen Niedergang. Erst als durch eine Initiative von Carl Wolff die ersten Raiffeisenvereine in Arbegen, Frauendorf und Großscheuern gegründet werden, beginnt in Frauendorf ein wirtschaftlicher Aufschwung. In der Folgezeit werden ...

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Hetzeldorf / Aţel / Ecel

Dorf und Kirchenburg
In einem südlichen Seitental der Großen Kokel liegt Hetzeldorf, das der Überlieferung nach Hezelo aus Merkstein bei Aachen um 1148 gründete. Die Ortschaft am Hetzeldorfer Bach hat je eine bachbegleitende Straße, auf der Westseite erhebt sich die Kirchenburg. Von 1315 bis 1557 herrschte in Hetzeldorf das mächtige Gräfengeschlecht der Thobiassy. Der bedeutendste Graf war Ladislaus, der zeitweise in der Kanzlei des ungarischen Königs Mathias Corvinus diente. Dank Ladislaus‘ Stellung am Hofe des Königs erhielt Hetzeldorf das Marktrecht ...

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Nimesch / Nemşa / Nemes

Dorf und Kirchenburg
Südöstlich von Mediasch, an einem Bach der in den Meschner Bach mündet liegt Nimesch an den Ausläufern des Harbach-Hochlandes. Anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von 1359 nimmt der Nimescher Gräf Roymarus an der Hermannstädter Provinzversammlung teil. Nimesch war im Mittelalter eine freie Gemeinde im Kapitel und Mediascher Stuhl. In den Anfangsjahren bestimmen die Gräfen das Dorfleben.1532 lebten im Dorf 40 Hauswirte. Zehn Jahre vorher erließ König Ludwig II. dem Ort für drei Jahre die Steuern, weil ein ...

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