Kleinschelken / Şeica Mică / Kisselyk

Flugaufnahme
An einem südlichen Zufluss der Großen Kokel entstand der Ort als Grundherrschaft der Egrescher (Igriş) Zisterzienserabtei aus dem Banat. Erst 1318 unter König Karl Robert von Anjou erhält Kleinschelken einen Freibrief mit eigener Gerichtsbarkeit. Dies ist auch die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde.1530 erhält Kleinschelken das Wochen- und Jahrmarktsrecht und 1576 die Blutgerichtsbarkeit. 1516 ist Kleinschelken mit 129 Hauswirten der größte Ort im Schelker Stuhl, 1532 steigt die Einwohnerzahl nochmals auf 175 Hauswirte. Die Gemeinde geht unter Pfarrer Hangasius ...

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Langenthal / Valea Lunga / Hosszúaszó

Am rechten Ufer der Großen Kokel liegt Langenthal im westlichen Zwischenkokelgebiet, an der Nationalstraße zwischen Blaj (Blasendorf) und Copșa Mică (Kleinkopisch), im Landkreis Kreis Sibiu. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1309 zurück, als Arnold von Langenthal Ortspfarrer war. Langenthal war eine Grundherrschaft der Talmescher Gräfen, später mehrerer siebenbürgischen Adelsfamilien. Nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1848 werden die Bauern frei von der Leibeigenschaft. Zu dem Gemeindezentrum gehören die Dörfer Făget, Glogovăţ, Lodroman, Lunca und Tăuni, Die Häuserzeilen ...

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Magarei / Pelişor / Magaré

Dorf und Kirchenburg
Magerei liegt an der Landstraße
, die Mediasch mit Agnetheln verbindet. Die zwei rechtwinkligen Gassen führen entlang eines Baches, der in den Harbach mündet. Magerei wurde erstmals 1357 urkundlich erwähnt. Der Ort befand sich im Besitz der Alzener Gräfen. Da diese ohne Nachkommen verstarben, geht er in königlichen Besitz über und danach in Adelsbesitz. Um 1500 erlang der Ort seine Freiheit und wurde dem ...

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Mardisch / Moardas / Mardos

Ein Prozess wegen der Hattertgrenze*, der sich vom 13. Jahrhundert bis zum Jahre 1790 mit den Vorfahren und Nachkommen eines gewissen „Farkas Janos“ und „Rovas“ abspielt, einem ungarischen Adelsgeschlecht gegen die Mardischer, lässt ungeheuer tief blicken, wie erbittert dieser Kampf der Mardischer Sachsen um ihre Freiheit und ihren Besitz gewesen ist.

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Text: Fotos: A. Kloos

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Marktschelken / Şeica Mare / Nagyselyk

Dorf und Kirchenburg
Am linken Ufer des Weißbachs, direkt an der Straße, die Hermannstadt mit Mediasch verbindet liegt Marktschelken. Vom Anger, auf dem die Kirchenburg und die Schule stehen, nehmen drei Gassen ihren Anfang. Die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde erfolgt 1309. Marktschelken war damals schon der Vorort des Schelker Kapitels und des gleichnamigen Stuhles. Nach und nach verliert Marktschelken aber die verwaltungsmäßigen Kompetenzen zugunsten von Mediasch, bleibt allerdings Marktgemeindegericht bis Anfang des 19. Jahrhunderts. 1532 hat die Gemeinde 81 ...

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Martinsdorf / Metiş / Szászmártonfalva

Dorf und Kirchenburg
Eine der am schönsten gelegen Orte des Oberen Kaltbachtals im Harbach-Hochland ist Martinsdorf. Um den kleinen Dorfanger reihen sich die Häuser mit dem Blick auf die Kirchenburg. Um 1278 belehnt König Ladislaus VI. der Kumane den Gräfen Johann und Nikolaus von Talmesch mit Martinsdorf, einer Gemeinde im Schelker Kapitel. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts ist Grundherr Michael Apafi von Malmkrog, später der Hermannstädter Königsrichter Johannes Lulai und andere siebenbürgische Adelsfamilien. Über mehrere Jahrhunderte dauert ein Rechtsstreit ...

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Mediasch / Mediaş / Medgyes

Mittelalterlicher Stadtkern
Am linken Ufer der Großen Kokel stieg der nach dem Jahr 1270 gegründete Marktort zum Vorort des Weinlandes auf und erhielt 1545 das Stadtrecht. Gewerbe und Handel prägten das Leben der Stadt. An der Südseite des Kastells lehnt eine Häuserzeile, die auf den Marktplatz blickt; den Platz umstanden weitere öffentliche Gebäude und die Häuser wohlhabender Bürger. 1850 hatte Mediasch 5.337 Einwohner. Die Volkszählung von 1930 erhob 15.505 Personen, davon waren 5.974 Deutsche, 4.204 Rumänen, 3.876 Ungarn, 20 Roma, ...

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Meschen / Moşna / Szászmusna

Am südlichen Zufluss der Großen Kokel, dem Meschner Bach, liegt Meschen an einer Handelstrasse, die das Weinland mit dem Fogarascher Land verbindet. Die Gemeinde wurde erstmals 1283 erwähnt. Zwischen Meschen und Furkeschdorf beginnt eine Auseinandersetzung um ein Flurstück, die 1470 durch die Übersiedlung der Furkeschdorfer nach Meschen endet. Dabei erhält Meschen die Hälfte der Gemarkung von dem aufgelassenen Dorf. Erneut vergrößert die Gemeinde seine Gemarkung durch die Übernahme der Hälfte der Flächen von Weißdorf, einer Gemeinde die schon einige Zeit ...

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Michelsdorf / Boarta / Mihályfalva

Dorf und evangelische Kirche
Östlich von Marktschelken im Kaltbachtal, an der Straße die Marktschelken mit Agnetheln verbindet liegt Michelsdorf. Michelsdorf war im Mittelalter eine Grundherrschaft im Besitz der Adligen von Bell und Kaltwasser, sowie der mächtige Gräfen von Hetzeldorf. 1347 ist die erste urkundliche Erwähnung der Ortschaft. Grundherrin war die Adlige Kryathin. Mehrmals wechseln die Grundherrn zwischen den in Bell und Kaltwasser ansässigen Adligen, beziehungsweise dem Weißenburger Kapitel und den Hetzeldorfer Gräfen. In der Wirren der Krieges 1529 wurde die ...

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Mortesdorf / Motiş / Mártontelke

Dorf und Kirchenburg
Mortesdorf liegt in einem südöstlichen Seitental der Großen Kokel, am Zusammnfluss zweier Bäche, die nach dem Zusammenfluss Mortesdorfer Bach genannt werden. Bei der ersten urkundlichen Erwähnung befand sich der Ort im Besitz der Talmescher Gräfenfamilie, war also eine untertänige Gemeinde im Oberweißenburger Komitat. Seit dem 14. Jahrhundert bis zur Auflösung der Leibeigenschaft blieb der Ort in Adelsbesitz. Im Laufe der Jahrhunderte hatte Mortesdorf mehrere Auseinandersetzungen wegen Flurteilen mit dem benachbarten Wurmloch. 1635 erteilte den Mortesdorfern Fürst Georg ...

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