Engenthal / Mighindoala / Ingodály

Engenthal / Mighindoala / Ingodály

Geschichtliches

1394 Erste urkundliche Erwähnung. Die Adligen von Katt wasser und Bell teilen die Besitzung Engenthal („possessionem Engodal“).
1467 Unter den Besitzungen, die König Matthias dem Hofritter Johann Ernst schenkt, ist auch Engenthal im Weißenburger Komitat erwähnt.
Aus den Urkunden geht hervor, daß Engenthal ein Prädium ist, also keine Bewohner hat.
1495 Eine Adlige aus dem Salzburger Gräfenhaus schen Teile von Engenthal dem Weißenburger Kapitel.
1515 Johann Lulay, Königsrichter von Hermannstadt, erhält Besitzanteile in Engenthal.
1529 König Zàpolya schenkt die Besitzanteile von Engenthal, die mittlerweile Markus Pemfflinger gehörten, dem Wolfgang Bethlen.
1614 Es werden die Einkünfte des Pfarrers und des Rektors sowie die Taxen bei Kasualien festgelegt. 2. Hälfte 18. Jahrhundert Im Kirchenbuch wird erwähnt, daß 1625 die Gemeinde entstand und bevölkert wurde. Es muß sich um eine Neubesiedlung handeln.
1872 In der Gemeinde wird sächsisch gepredigt.
1911 Der Ort wird kirchlich an Petersdorf angegliedert.
1912 In der Gemeinde leben 81 evangelische Sachsen.

Kirche

15. Jahrhundert Bau einer kleinen Kirche.
1870 Pfarrer Johann Andrasi berichtet, daß die evangelische Kirche einen Chor mit gotischem Abschluß hat.
1872 Bischof Teutsch schreibt, daß die Kirche im Spitzbogenstil gebaut ist und eine kleine Orgel hat.

Ausstattung

1886 Es wird ein Glockenturm gebaut.
1912 Die Kirche ist stark baufällig. Auf der Kassettendecke des Saales sind Wappen der sächsischen Städte in der näheren Umgebung und einiger Adelsfamilien aus der Zeit um 1650 zu sehen.
1914 Die alte Kirche wird abgetragen. Eine neue kleine Kirche wird von Neppendorfer Handwerkern gebaut. Sie hat einen rechteckigen Saal, einen dreiseitig geschlossenen Chor und im Westen einen Turm.

Altar

Auf einem Mauersockel steht eine Holzplastik des Gekreuzigten, flankiert von Maria und Johannes. Obwohl durch Übermalungen entstellt, läßt die Skulptur ihre Entstehung in vorreformatorischer Zeit vermuten. Die Plastik ist 1996 einem Klausenburger Verein zur Erhaltung sächsischen Kulturguts zur Restaurierung übergeben worden. Die Jahreszahlen 1687 und 1870 deuten auf Entstehung von Gemälde und Plastiken hin.Der Altar stand einst in der Kirche von Reußen.

Glocken

Eine Glocke von 1609 wurde 1843 und 1894 umgegossen. Eine zweite Glocke wurde 1916 requiriert.

Pfarrhaus

Ein Pfarrhaus aus 1830 steht in der Gemeinde.

Text: …, Fotos: …



Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

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