Langenthal / Valea Lunga / Hosszúaszó

Langenthal / Valea Lunga / Hosszúaszó

Kontakt

Burghüter: Michael Gieb
Tel.: 0258/888.597
Adresse: Langenthal Nr. 104

Besichtigung

Sommer/ Winter: nach Absprache

Eintritt: Spende
Kirchenburgenpass: nein

Ort und Kirchenburg

Am rechten Ufer der Großen Kokel liegt Langenthal im westlichen Zwischenkokelgebiet, an der Nationalstraße zwischen Blaj (Blasendorf) und Copșa Mică (Kleinkopisch), im Landkreis Kreis Sibiu. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geht auf das Jahr 1309 zurück, als Arnold von Langenthal Ortspfarrer war. Langenthal war eine Grundherrschaft der Talmescher Gräfen, später mehrerer siebenbürgischen Adelsfamilien. Nach Aufhebung der Leibeigenschaft 1848 werden die Bauern frei von der Leibeigenschaft. Zu dem Gemeindezentrum gehören die Dörfer Făget, Glogovăţ, Lodroman, Lunca und Tăuni, Die Häuserzeilen reihen sich an einer Berglehne mehrere Kilometer entlang der Dorfstraße. Hinter der Hauptgasse fließt der Langenthaler Bach, der in die Große Kokel mündet. Über Jahrhunderte war der Acker- und Weinbau die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung. Langenthal ist Geburtsort des Bischofs Fridrich Müller-Langenthal (1884-1969) und des Ortspfarrers und Botanikers Josef Bart (1883-1915). Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird Erdgas auf der Gemarkung gefördert. Die Bevölkerungsstatistiken ergeben Folgendes: 1850 zählte der Ort 1.602 Einwohner, 1930 insgesamt 1.708, davon 731 Deutsche, 698 Rumänen, 22 Juden und 21 Roma, 1956 insgesamt 1.784 und 1966 insgesamt 2.101. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts nimmt die Zahl der deutschen Einwohner stetig ab: 2011 hatte die Gemeinde 2.907 Einwohner, davon waren 15 Deutsche.

Kirchenburg

Zur Wende des 16. Jahrhunderts entsteht eine fast kreisrunde Mauer mit sechs Wehrtürmen, von denen sich nur zwei erhalten haben. Die turmlose, spätgotische Kirche mit dem Patrozinium hl. Geist entstand wohl im 14. Jahrhundert. Umfassende Umbauten von 1721-1725 geben dem Sakralbau sein heutiges Aussehen.

Evangelische Kirche

An das Langhaus schließt ein Chorraum an. Er hat einen geraden Schluss und bewahrt Fragmente von Wandgemälde auf. Die Sedilie ist gotisch. Der Kanzelkorb steht auf einem trichterförmigen Fuß und führt die Jahreszahl 1725.Der Altar entstand 1766. Das Mittelbild ist eine Christusdarstellung, die Predella führt eine Abendmahlsszene.

Innenansicht

Das Langhaus beeindruckt durch seine Kassettendecke von 1728, deren Felder florale Motive schmücken. Die Westempore wurde 1711 eingezogen. Ihre Brüstung schmücken Tafeln mit Figuren einiger Evangelisten und anderen Heiligen. Die Nordempore fertigte der Tischlermeister Andreas Günther 1900.

Lesepult

Der Zimmermann Georg Binder stiftete das Lesepult.

Römisch-katholische Pfarrkirche

Die heutige römisch-katholische Kirche der Ungarn ist ein Neubau von 1914-1915. Der Vorgängerbau wurde mit einem Zuschuss der Kaiserin Maria Theresia 1772 errichtet.

Text: M. Rill, Fotos: G. Gerster, M. Rill, A. Kloos


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

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